Lächerliche Effekte, platte Dialoge und eine Handlung völlig ohne Überraschungen: In “Human Target” wird das Klischee zum Roten Faden. Die von McG (“Chuck”) produzierte FOX-Show kommt wie eine Action-Konserve der achtziger Jahre daher -- nur völlig ohne den Charme der Nostalgie.
Mark Valley (“Boston Legal”, “Fringe”) spielt den Bodyguard Christopher Chance. Der Mann hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen, zieht den Colt schneller als sein Schatten und erkennt jeden Attentäter kurz vor knapp. Unterstützt wird er dabei von seinem Manager Winston (Chi McBride) und dem Hacker/Psychopathen Guerrero (Jackie Earle “Rorschach” Haley).
In der ersten Folge von “Human Target” (die Serie basiert übrigens auf einem gleichnamigen DC-Comic) muss sich Chance um eine hübsche Ingenieurin kümmern, die nicht nur einen Hochgeschwindigkeitszug entwickelt hat, sondern auch mit dem Tode bedroht wird. Natürlich schlägt der Berufsmörder auf der Jungfernfahrt des Zuges zu und das ganze droht selbstverständlich in die Luft zu fliegen und/oder zu entgleisen. Folge 2 spielt dann übrigens in einem Flugzeug, wo dann wohl ein Absturz/Explosion im Bereich des Möglichen ist.
“Human Target” ist so vorhersehbar wie ein Tag im Isolationstank in einer dunklen Einzelzelle. Und deshalb auch genauso langweilig. Die Actionsequenzen ignorieren gerne mal die menschliche Logik. Zum Beispiel kann ich mir immer noch nicht erklären, wie zwei unglaublich gut ausgebildete Kampfmaschinen es mit ihren Pistolen schaffen, sich auf einer Entfernung von fünf Metern nicht wenigsten anzuschießen. Oder warum der Bösewicht glaubt, eine Glastür mit einer Krawatte zuzuknoten.
Mal abgesehen von einigen Sprüchen, die sich so anhören als ob die Autoren bei den Kollegen von “The Mentalist” abgeschrieben hätten, ist “Human Target” nichts anderes als eine krude Mischung aus “Macgyver”, “Airwolf”, “Magnum” und “The A-Team”, die dreißig Jahre zu spät kommt. Und die Musik ist schlimmer, als alles was ich je gehört habe. Nicht nur in den achtziger Jahren.
Trailer zu “Human Target”





08/15
Oder liegt hinter der 080 ein (noch) tieferer Sinn, den ich nicht verstanden hab?
Ich wollte da 08/15 mit den 80er Jahren in Verbindung bringen … und bin wohl gescheitert.
Aaaaaaaaaaaaaa-ha.
Doppelt geschachtelt. Okie, dann macht es Sinn, hehe.
So langweilig wie ein Tag im Isolationstank? Probier das mal aus. Könnte gut sein, dass Du den Vergleich dann wieder cancelst
@gunnar: Ich hab mich überzeugen lassen …
[...] vom Remake vom Remake eher in Richtung McG’s “Supernatural” als in Dumm-Dumm-Show “Human Target” (ebenfalls McG) [...]