Solomon Kane: Verdammt gut

14. Mai 2010
By Couchmonster

Pulp-Autor Robert E. Howard erfand nicht nur “Conan der Barbar” und “Kull der Eroberer”, sondern auch den gottverlassenen Rächer “Solomon Kane”. Letzterer darf jetzt endlich in den Kinos das Schwert schwingen. Hoffentlich auch in Deutschland, denn der düstere Fantasy-Film ist eine willkommene Abwechslung zu den ganzen Hobbits und Elben aus Hollywood.

Solomon Kane auf Betriebsausflug

Solomon Kane hat es nicht leicht, er lebt in einer dunklen Zeit. Die Pest geht um, Hexen sind keine Märchengestalten, sondern fackeln schon mal ein ganzes Dorf ab, andauernd regnet es und das Schlimmste: der Teufel ist hinter seiner Seele her. Kane tötete, brandschatzte und folterte so munter im Namen den Herrn, dass dieser einfach alle Verantwortung von sich gab und ihm dem Satan überließ. Zwar findet der von allen guten Geistern Verlassene zunächst Unterschlupf in einem Kloster, doch auch dort setzt man ihn irgendwann vor die Tür. Fortan wandelt Kane (wie einst Caine in “Kung-Fu”) als Mann des Friedens durch die Welt. Dumm nur, dass das Böse darauf keine Rücksicht nimmt.

Dank Autor und Regisseur Michael J. Bassett (siehe Couchmonster-Interview) ist das Fantasy-Genre endlich wieder um einen guten Film reicher. Und dafür benötigte der Brite nicht einmal ein paar hundert Millionen Euro wie manch anderer. Ihm genügten eine düstere Geschichte, interessante Charaktere sowie reichlich Schwert-Action, in der das Blut spritzt und die Köpfe fliegen.

Eine weitere Stärke des Film sind die Schauspieler. James Purefoy (“Rom”) als gepeinigter Solomon überzeugt genauso wie Max von Sydow, Pete Postlethwaite oder Jason Flemyng, die allesamt in kleineren Nebenrollen glänzen.

Effektmäßig wird nur selten die große Keule geschwungen. Dafür dann aber passend und auf den Punkt. Vom Henker des Teufels über die fliehende Hexe bis zum Feuerelementar -
Die wenigen CGI-Spielereien aus dem digitalen Trickstudio rechnen sich.

“Solomon Kane” nimmt seine Romanvorlage ernst -- und damit auch das Publikum. Der Film ist alles andere als lächerlich wie manch andere Fantasy-Streifen, sondern spannend, mitreißend und aller Robert-E.-Howard-Ehren wert. Also: Schwert schärfen, Pferd satteln und Film ansehen!

Deutschlandstart: Constantin Film hat sich die Rechte gesichert. Einen Starttermin gibt es noch nicht.

Trailer von “Solomon Kane”

Solomon in der Halle der Spiegel

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3 Responses to Solomon Kane: Verdammt gut

  1. [...] Der Weg für “Solomon Kane” (siehe Couchmonster-Review) ins Kino war ein langer. Die Rechte an der Figur von  Robert E. Howard hatte man sich bereits [...]

  2. jpeg on 19. Dezember 2010 at 01:14

    gott war das ein schlechter film.

  3. ancore on 21. April 2011 at 02:01

    Mein Geschmack ist es auch nicht. Mag daran liegen, dass ich das religiöse Gesabbel nicht mehr ertrage.

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