Zombie-Regiegroßmeister George A. Romero lässt zum wiederholten Male die Toten auferstehen, um den Lebenden ans Hirn zu gehen. Diesmal trifft es aber nur die Synapsen der Kinozuschauer. Romeros kompromissloses Recycling der eigenen Ideen hat nach über 40 Jahren mehr als nur die Halbwertszeit erreicht.
Hier der Plot: Die Menschheit in Not. Der Erdball wird von blutrünstigen Zombies bevölkert. Wer gebissen wird, wird selber einer. Ein paar Überlebende haben sich mit der Situation arrangiert und blasen den Untoten fleißig die madigen Hirne aus dem Schädel. Dank iPhone (Sic!) erfährt die kleine Miliz um Sergant “Nicotine” Crocket (Alan Van Sprang) von einer abgelegenen Insel, die total zombiefrei sein soll. Ist sie aber natürlich nicht.
Wo soll man anfangen, wo soll man aufhören? Die Story ist so schlecht, so unlogisch und so sprunghaft, dass man Romero mal ernsthaft ohrfeigen sollte. Unmotivierte Splattereffekte, die zwanghaft komisch sein sollen, klassische Jack-Arnold-Erschreckmomente (“Huch! Ach, du bist es nur.”) und schlecht geschminkte Zombiedarsteller, die in ihrer unerträglichen Langsamkeit weder bedrohlich noch gefährlich erscheinen, sondern einfach nur diesen schlechten Film länger machen.
Lediglich Kenneth Welsh als Zombie jagendes “Kapitän Haddock”-Imitat Patrick O’Flynn gibt dem Film einen Hauch von Daseinsberechtigung. Romero möchte man einfach nur raten, sich zurückziehen und vom Remake-Wahn der Hollywood-Studios zu leben. Die haben ja jüngst erst Romeros “The Crazies” einer gelungenen Frischzellenkur unterzogen und dem Regisseur dafür auch einen dicken Scheck überreicht.
Deutschlandstart: ab dem 6. Mai 2010 in den Kinos
Trailer zu “Survival of the Dead”






Sag was du willst, ich geh trotzdem rein.
Ich hab dich gewarnt! Musste heute schon lachen, als ich die Kritik vom Kollegen Kleingers auf Spiegel Online (http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,693019,00.html) gelesen habe.
Zum Glück finde aber nicht nur ich den Film scheiße, sondern auch der Kritiker vom Branchenblatt Variety (http://www.variety.com/review/VE1117940983.html?u=IMDB&p=H2BE&cs=1).
Bitte. Nicht. Mehr. Draufhauen. Ich fand Diary war schon so seelenlos, dass ich mich gar nicht mehr richtig an ihn erinnern kann. Schlecht war er zwar auch nicht wirklich, aber auch nicht richtig gut.
Lass mir doch den “Spass”! Jetzt muss ich ihn ja fast erst auf DVD kucken…
Na gut, ich hör auf. Manchmal ist Trash ja auch ganz schön. Meld dich einfach, wenn du den Streifen im Kino gesehen hast!