Black Swan:
Tanz den Aronofsky

18. Januar 2011
By Couchmonster

Nach dem hervorragenden “The Wrestler” liefert Regisseur Darren Aronofsky mit “Black Swan” einfach nur furchtbaren Mist ab. Da helfen selbst gute Schauspieler und edle Hochglanzoptik nicht -- der Ballettfilm ist großer Psychomurks.

Ein Spiegel: Sehr subtile Art, um eine Persönlichkeitsstörung zu visualisieren.

Nina (Natalie Portman) ist ein braves Mädchen beziehungsweise eine erwachsene Frau. Sie wohnt zuhause bei Mutti (Barbara Hershey), beim Gedanken an Cunnilingus schaut sie verschämt zur Seite und das Wichtigste in ihrem Leben ist die Ballettkarriere. Diese scheint einen wunderbaren Schub zu bekommen. An ihrem New Yorker Arbeitsplatz findet der Choreograf Thomas (Vincent Cassel) Gefallen an ihr und besetzt sie in der Hauptrolle von Tschaikowskys “Schwanensee”. Allerdings ist ihm die schöne Tänzerin auch ein wenig zu lieb. Ihm fehlt bei Nina das gewisse Etwas, das Verruchte und so fragt er bei den Proben ihren Tanzpartner vor versammelter Mannschaft: ”Mal ehrlich, würdest du sie ficken?”

Lily (Mila Kunis) hingegen ist ein Mädchen “zum Ficken”. Das Partygirl wird deshalb auch Ninas Zweitbesetzung -- und somit die größte Konkurrenz um den Posten der Primaballerina. Doch das ist nicht das einzige Problem der süßen Unschuld aus dem Ballettensemble. Viel dramatischer ist nämlich, dass Nina unter schweren psychischen Störungen leidet. Verfolgungswahn, Halluzinationen, Autoaggression -- die Ballettmaus fährt das volle Programm. Nicht die beste Vorraussetzung, um ein gefeierter Tanzstar zu werden. Norman Bates meets Nurejew im schwitzigen Körper von, nun ja, Natalie Portman.

Das Schlimme an “Black Swan” ist nicht der krude Mix aus Psychodrama, B-Horrorstreifen und Tanzfilm. Das Schlimme sind auch nicht die Vorhersehbarkeit der Handlung und die unendlichen Klischees aus Tanzwelt sowie Klapsmühle. Das wirklich Schlimme an diesem in Hochglanz schnöselig dahingerotzten Künstlichfilm ist die Altherrenfantasie des gerade einmal 41-jährigen Darren Aronofski. Er bedient einfach die geheimen Wünsche derer, die Natalie Portman schon immer geil fanden und bereits bei “Leon -- Der Profi” unreine Lolita-Gedanken hatten. Nur so ist es zu erklären, dass die (meist männlichen) Kritiker bei “Black Swan” angesichts von Portmans heißen Höschen den Blick für das Wesentlich verloren haben.

Die US-Amerikaner rennen derzeit nicht wegen der tollen Tanzszenen oder der vorhersehbare Handlung ins Kino, um “Black Swan” zu sehen, sondern wegen Natalie Portman und ihrer Masturbationsszene. Und der Lesbenszene mit Mila Kunis. Sex sells. Das ist die traurige Wahrheit.

Deutschlandstart: ab dem 20. Januar in den deutschen Kinos

Trailer zu “Black Swan”

Tags: , , , , , , , , , , , ,

3 Responses to Black Swan:
Tanz den Aronofsky

  1. Lou on 19. Januar 2011 at 10:38

    Ich wondered if this Streifen is any gut.
    Dann doch eher auf DVD…? Mal sehen. Mit der Freundin ins Kino gehen und meine geheimen Wünsche bedienen lassen…auch nicht schlecht. ;)

  2. Couchmonster on 19. Januar 2011 at 11:45

    Lass dich dabei nicht von deiner Freundin erwischen!

  3. ancored on 20. Januar 2011 at 12:47

    Mit Aronofsky konnte ich noch nie etwas anfangen. Mir war aber lange nicht bekannt, dass er den Film gedreht hat. Vielleicht sollte ich ihn also einfach auslassen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*