Spartacus – Gods of the Arena: Mehr Blut, mehr Sex

23. Januar 2011
By Couchmonster

Im Prequel von Sam Raimis “Spartacus – Blood and Sand” werden wieder munter Köpfe abgeschlagen, Sklaven vernascht sowie Gladiatoren ausgebildet. Und wer bei all den KörpersĂ€ften noch durchblickt, der bekommt sogar eine spannende Geschichte erzĂ€hlt.

Vorsicht, gleichgeschlechtliche Liebe im Drogenrausch steht an!

Spartacus ist nicht in Sicht und die Arena in dem kleinen römischen Kaff noch eine gigantische Baustelle. GekÀmpft wird trotzdem. Der ehrgeizige Batiatus (John Hannah) versucht verzweifelt mit seinem Gladiatorenstall, die Anerkennung der Herrschenden zu erringen und dem Schatten seines verstorbenen Vaters zu entfliehen. Die Chancen stehen gut, denn sein Champion Gannicus (Dustin Clare) macht eine mehr als passable Figur beim Kampf um Leben und Tod. Doch das Leben ist voller Intrigen. Und nicht alle werden von Batiatus ausgeheckt.

Eigentlich war das Prequel zu US-Hitserie “Spartacus: Blood and Sand” nur auf eine Folge ausgelegt. Als Hauptdarsteller Andy Whitfield jedoch an LymphdrĂŒsenkrebs erkrankte und die Dreharbeiten zur zweiten Staffel verschoben wurden, weitete man den blutroten Flashback einfach  auf sechs Episoden aus. Keine schlechte Idee, wie es scheint.

Es gibt zahlreiche Wiedersehen mit den Darstellern der ersten „Spartacus“-Staffel. Crixus (Manu Bennett) ist ein Frischling im Gladiatoren-GeschĂ€ft, Oenomaus (Peter Mensah) hĂ€lt noch nicht die Trainerpeitsche in der Hand und hofft auf ein Comeback in der Arena, Lucretia (Lucy „Xena“ Lawless) kommt ihren außer- sowie innerehelichen Pflichten nach und der verschlagene Ashur (Nick Tarabay) hat zwei gesunde Beine. Neu mit dabei sind Temuera „Jango Fett“ Morrison als amtierender Doctore, die aus „Dexter“ sowie „Hustle“ bekannte Jaime Murray als schlechter Einfluss und natĂŒrlich Dustin Clare als Gannicus. Letzterem fehlt allerdings bislang die große Schauspielkunst. Sein Gladiator wirkt wie ein antiker Hulk Hogan.

In „Spartacus – Gods of the Arena“ legt der TV-Sender Starz noch mal eine Schippe in Sachen Sex und Gewalt drauf. Auch wenn dabei manches recht peinlich wirkt. Man ist sich nicht zu schade, selbst billigste Porno-Klischees (z.B.: Mann und Frau machen Liebe, zweite Frau beobachtet sie heimlich und streichelt sich selbst) nachzustellen. Mit Speck lockt man MĂ€use und mit viel nackter Haut wohl US-amerikanische Pay-TV-Abonnenten. Es sei den Verantwortlichen verziehen, denn die bislang recht interessante Geschichte des Prequels macht die plumpen Softerotik-Szenen ohne weiteres vergessen. Die Story des Hauses Batiatus, der Aufstieg von Crixus und die Oenomaus‘ Trainerkarriere versprechen, spannend zu werden.

An der offiziellen 2. Staffel von „Spartacus – Blood and Sand“ wird inzwischen wieder gearbeitet. Wenn auch ohne den fantastischen Andy Whitfield. Die Krebserkrankung erwies sich hartnĂ€ckiger als gedacht und kehrte nach der Behandlung wieder zurĂŒck. Der Schauspieler musste den Dreh absagen. Seinen Platz nimmt der Australier Liam McIntyre, der jĂŒngst in der Mini-Serie „The Pacific“ zu sehen war, ein.

PS: Und auch diesmal wieder fĂŒr alle Fanboys: Xena ist bereits in der ersten Folge in „Action“ zu bewundern.

“Spartacus – Blood and Sand” wird in Deutschland auf RTL Crime via SKY ausgestrahlt.

Trailer von „Spartacus – Gods of the Arena“

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