Im Prequel von Sam Raimis âSpartacus â Blood and Sandâ werden wieder munter Köpfe abgeschlagen, Sklaven vernascht sowie Gladiatoren ausgebildet. Und wer bei all den KörpersĂ€ften noch durchblickt, der bekommt sogar eine spannende Geschichte erzĂ€hlt.

Vorsicht, gleichgeschlechtliche Liebe im Drogenrausch steht an!
Spartacus ist nicht in Sicht und die Arena in dem kleinen römischen Kaff noch eine gigantische Baustelle. GekÀmpft wird trotzdem. Der ehrgeizige Batiatus (John Hannah) versucht verzweifelt mit seinem Gladiatorenstall, die Anerkennung der Herrschenden zu erringen und dem Schatten seines verstorbenen Vaters zu entfliehen. Die Chancen stehen gut, denn sein Champion Gannicus (Dustin Clare) macht eine mehr als passable Figur beim Kampf um Leben und Tod. Doch das Leben ist voller Intrigen. Und nicht alle werden von Batiatus ausgeheckt.
Eigentlich war das Prequel zu US-Hitserie âSpartacus: Blood and Sandâ nur auf eine Folge ausgelegt. Als Hauptdarsteller Andy Whitfield jedoch an LymphdrĂŒsenkrebs erkrankte und die Dreharbeiten zur zweiten Staffel verschoben wurden, weitete man den blutroten Flashback einfach  auf sechs Episoden aus. Keine schlechte Idee, wie es scheint.
Es gibt zahlreiche Wiedersehen mit den Darstellern der ersten âSpartacusâ-Staffel. Crixus (Manu Bennett) ist ein Frischling im Gladiatoren-GeschĂ€ft, Oenomaus (Peter Mensah) hĂ€lt noch nicht die Trainerpeitsche in der Hand und hofft auf ein Comeback in der Arena, Lucretia (Lucy âXenaâ Lawless) kommt ihren auĂer- sowie innerehelichen Pflichten nach und der verschlagene Ashur (Nick Tarabay) hat zwei gesunde Beine. Neu mit dabei sind Temuera âJango Fettâ Morrison als amtierender Doctore, die aus âDexterâ sowie âHustleâ bekannte Jaime Murray als schlechter Einfluss und natĂŒrlich Dustin Clare als Gannicus. Letzterem fehlt allerdings bislang die groĂe Schauspielkunst. Sein Gladiator wirkt wie ein antiker Hulk Hogan.
In âSpartacus â Gods of the Arenaâ legt der TV-Sender Starz noch mal eine Schippe in Sachen Sex und Gewalt drauf. Auch wenn dabei manches recht peinlich wirkt. Man ist sich nicht zu schade, selbst billigste Porno-Klischees (z.B.: Mann und Frau machen Liebe, zweite Frau beobachtet sie heimlich und streichelt sich selbst) nachzustellen. Mit Speck lockt man MĂ€use und mit viel nackter Haut wohl US-amerikanische Pay-TV-Abonnenten. Es sei den Verantwortlichen verziehen, denn die bislang recht interessante Geschichte des Prequels macht die plumpen Softerotik-Szenen ohne weiteres vergessen. Die Story des Hauses Batiatus, der Aufstieg von Crixus und die Oenomausâ Trainerkarriere versprechen, spannend zu werden.
An der offiziellen 2. Staffel von âSpartacus â Blood and Sandâ wird inzwischen wieder gearbeitet. Wenn auch ohne den fantastischen Andy Whitfield. Die Krebserkrankung erwies sich hartnĂ€ckiger als gedacht und kehrte nach der Behandlung wieder zurĂŒck. Der Schauspieler musste den Dreh absagen. Seinen Platz nimmt der Australier Liam McIntyre, der jĂŒngst in der Mini-Serie âThe Pacificâ zu sehen war, ein.
PS: Und auch diesmal wieder fĂŒr alle Fanboys: Xena ist bereits in der ersten Folge in âActionâ zu bewundern.
âSpartacus â Blood and Sandâ wird in Deutschland auf RTL Crime via SKY ausgestrahlt.
Trailer von âSpartacus â Gods of the Arenaâ




